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SPIEL 2007 – Games Workshop

Posted by Michael "Scorpio" Mingers - 8. November 2007

Und zum Abschluss unserer Berichterstattung von der SPIEL 2007 unser Interview mit dem Pressesprecher von Games Workshop. Ich frage nach Apokalypse, wie GW zu vorbemalten und sammelbaren Miniaturen steht, wann wir noch einmal mit Spezialistensystemen rechnen können, was in naher Zukunft erscheinen wird und wieso man keine Games Workshop-Romane und -Rollenspiele in den GW-Läden kaufen kann.

Das Interview ist besser geworden als ich dachte, auch wenn ich nach wie vor unzufrieden bin. Die Antwort auf meine letzte Frage ist nicht wirklich befriedigend… aber was mich am meisten stört, ist die Tatsache, dass ich mehrere Fragen nicht bei laufender Kamera stellen durfte. Wir haben die Fragen zwar dann bei ausgeschalteter Kamera (dessen man sich auch noch mal versichert hat) erörtert, aber das hat mich weitestegehend in meiner kritischen Haltung gegenüber GW bestärkt, statt Zweifel auszuräumen. Meine weiteren Fragen bezogen sich auf die aktuelle Qualität des White Dwarfs, wie Games Workshop mit Feedback umgeht und natürlich Damnatus, den Fanfilm zu Warhammer 40.000.

Wenn man die GW-Leute am Stand repräsentativ für GW sieht, dann ist Feedback von den Fans GW scheißegal. Nein, vielmehr noch… über GW zu schimpfen sei der fünfte Aspekt des Hobbys. Kritik wird also nicht nur nicht kritisch betrachtet, sondern als selbstverständlich hingenommen und inhaltlich ignoriert. Die Qualität des White Dwarfs ist eh subjektiv und man muss damit ja auch Neulinge ansprechen. Insgesamt hat mich das unglaublich geärgert. Zu Damnatus wurde es dann interessanter, da ich auch mal die Position von Games Workshop erzählt bekam. Mir wurde es so erklärt, als wenn die Rechtsabteilung von GW den Filmmachern von Damnatus des öfteren erklärt hätten, dass sie diesen Film nicht machen dürften. Wenn GW ihnen die Veröffentlichung des Films mit ihrem geistigen Eigentum erlaubt hätten, so hätten sie auch nach deutschem Copyright-Gesetzen Anspruch auf dieses Eigentum gehabt, was GW verhindern wollte. Ich bin kein Anwalt und kann das nicht überprüfen, aber eine offizielle Äußerung von GW z.B. in diesem Interview hätte ja mal Klarheit geschaffen. Aber Meckern ist ja Teil des Hobbys…

Ich weiß wirklich nicht, ob ich noch einmal GW im Interview haben möchte, wenn so wenig dabei herumkommt, kritische Fragen nicht beantwortet werden wollen und der Pressesprecher meist nur subjektive Äußerungen von sich gibt, obwohl ihm die Fragen Wochen vorher vorlagen.

Das war es erstmal von uns! Vielleicht schreibe ich die Tage auch noch eine abschließende Zusammenfassung. Schon einmal tausend Dank für das zahlreiche und positive Feedback! Wir machen weiter, mehr dazu erfahrt ihr dann natürlich auch hier. Bleibt dran!

16 Antworten to “SPIEL 2007 – Games Workshop”

  1. Auch wenn die interessantesten Fragen dann ohne Kamera (Nächstes Jahr Versteckte Kamera mit Dorp-TV???) gestellt wurden, gut, dass sowas nicht nur per eMail und Foren an GW herangetragen werden, sondern auch durch bekannte Größen der Szene, oder sollt ich sagen Meinungsmultiplikatoren? Die letzte Antwort war in der Tat für’n *****, also, verstanden hab ich es nicht… Naja, tolle Reihe, viel Erfolf uff’m nächsten Con!!!!

  2. AlexW said

    Was fuer ein arroganter, unsympathischer Typ …

  3. WarWolf said

    Sehr unsympathischer Pressesprecher. Wirkt auch nicht professionell – oder er hat Euch schlicht nicht ernst genommen…

    Warum GW das zu Damnatus nicht vor laufender Kamera sagte? Weil es nur die halbe Wahrheit ist. Hier mal die ganze Historie:

    http://www.forenplanet.de/showthread.php?threadid=19488

    Sicher auch keine objektive Wahrheit, doch ich kenne ein paar Leute bei GW persönlich (habe auch selbst mal für GW gearbeitet) und kann sagen, daß diese Darstellung im Wesentlichen dem entspricht, was mir frisch nach dem Verbot von meinen Bekannten zugetragen konnte.

    Eiserne Grüße,
    WarWolf

  4. Silwyth said

    Lol ich kenne den Unterschied zwischen Metall und Zinn auch nicht…

  5. Ryan said

    Habe ich da richtig gehört
    „iNdentität“, „kreaTITItät“, „orgaSisationstechnischen“ ??
    und auch sonst zu viele Sprechfehler für einen Pressesprecher.

    Und das hier
    „…dass wir games workshop heißen, aber die größere menge an games workshop firmen auch games workshop heissen…“
    ist doch reiner Blödsinn…

  6. Grimnok said

    nunja @ damnatus: is doch eigentlich bekannt, dass es nie ein ausdrückliches verbot gab, bis zum ende.

  7. sebastian mazur said

    Tja, der Presseversprecher von GW ist ja nicht so ausagekräftig, aber das war bestimmt seine Aufgabe.
    Die letzt Antwort habe ich inhaltlich überhaupt nicht verstanden, warum gibvt es keine Romane usw. in GW-Läden?

  8. wigand32 said

    durch dieses interview fühle ich mich (leider…) in meiner meinung bestätigt: GW-deutschland lässt die fans im regen stehen. wieso habe ich auf den weltweiten websites eine ganze menge an tips für umbauten, das sammeln etc., nur in deutschland nicht? der white dwarf ist fast nicht nur noch ein einfacher katalog. die art und weise, wie der sprecher sich in diesem interview aus den antworten herausreden wollte zeigt, dass man sich in keinster weise mit dem feedback auseinandersetzt, sondern es als belustigung zu sehen scheint. ich selbst bin nach mehrjähriger pause gerade wieder in die materie eingestiegen, und muss gan ehrlich sagen:wenn ich meine armee nicht schon hätte und ein neueinsteiger wäre, hätte ich warhammer nicht begonnen.

  9. wayld said

    Also die Sache mit den organisatorischen Problemen, das GW-Tochterfirmen (Black Library) und Lizenznehmer (Feder & Schwert) nicht in GW-Läden auftauchen können ist einfach totaler Unsinn. Man möchte höchstwahrscheinlich nur nicht mehr als den einfachen Vertriebsweg einsetzen. Das könnte die Mitarbeiter im Laden ja verwirren. Und das mit den „Firmen, die auch GW heißen“ ist eine selten dämliche Formulierung.

    Ich kann GW auch nicht verstehen. Die könnten eine so gute Verbindung zu Kunden aufnehmen, einen mit Informationen versorgen usw. Sie haben die Mittel und Wege. Ich würde es mir sehr wünschen und es sehr begrüßen wenn GW sich gerade in Sachen Webangebot und übersichtlichkeit was einfallen ließe (als Beispiel nenn ich mal die Präsenz der Wizards of the Coast, auch was aktuelle Artikel angeht) Warum sie es nicht tun sei dahingestellt. Unvernünftig, gerade in Kombination mit dem überteuerten monatlichen Flyer den die produzieren. (Gelentliche Ausnahmen gibt es ja auch hier)

    Mit Specialist Games und dem Online-Fanatic haben sie doch bewiesen das sie da was könnten. Das ist quasi das beste Angebot das GW zur Zeit hat. Bin gespannt wie lange das so noch so besteht😉

    Wo ich GW verstehen kann ist das Damnatus-Verbot. Das ist so einfach die rechtlich sichere Seite, und das ist die einzige Seite auf der man in Deutschland stehen sollte. Das ist vernünftige Firmenpolitik.

    Mir stellt sich die Frage ob die Damnatus-Jungs nicht nach Möglichkeit einfach alle Rechte an GW abtreten hätten sollen mit der Bedingung das die dafür kein Geld verlangen dürfen. Vielleicht hätte man den Film so wenigstens veröffentlichen können. Vielleicht hätte/hat das Ergebnis GW aber auch nicht gefallen.

    Ah, in der Diskussion bekommt man ohnehin nur die Ansichten „Wir haben recht“ und „beleidigte Leberwurst“. Wie soll man sich da ein objektives Bild machen.

  10. WarWolf said

    @ wayld

    Das deutsche Urheberrecht erlaubt keine vollständige Abtretung von Rechten. Exakt das ist ja das Problem. Dagegen hätten HuVu und die Damnatus-Jungs ja garnichts nichts gehabt, solange ihr Film nur legal gezeigt werden darf! ES GING ABER NICHT – und ohne VOLLSTÄNDIGE Übertragung der Rechte war GW nicht bereit IRGENDETWAS zu erlauben. Leider wäre aber jeder Vertrag, der GW die alleinigen Nutzungsrechte einräumen würde, ungültig, denn er wäre nicht mit dem Urheberrecht vereinbar. Der Urheber behält hierzulande IMMER einen Teil seiner Rechte (und bleibt auch IMMER in der Verantwortung), anders als z.B. in GB oder den US von A.

    Das ist die Crux. GW wollen VOLLE Kontrolle, was rechtlich nicht möglich ist. Da sie nicht möglich ist verbieten sie den Film eben. End of Story.

    Eiserne Grüße,
    WarWolf

  11. Stormcloud said

    Ich bin, um ehrlich zu sein, über die Bücher ins Warhammer 40k-Universum eingestiegen, wusste aber wohl, dass es auf ein Tabletop zurückgeht.
    Nachdem ich mich aber mit der Zeit komplett in die Bücher vernarrt hatte, kam mir auch der Gedanke, mit dem Tabletop anzufangen und die ganzen Quellenbücher zu lesen.
    Von einem Kumpel bekam ich den ersten Schlag vor den Kopf, dass die Games Workshop Spiele Erratas hätten, die dicker wären als die Regelwerke selbst. Sicher hat er damit übertrieben, aber in einem bereits so langlebigen Spiel sollte es eigentlich gar kein Errata geben müssen.
    Als nächstes hörte ich vom Damnatus-Film. Ein Traum wurde wahr. Aber wie, er wurde „verboten“? Von Games Workshop selbst. Natürlich ist sowas traurig, ich verstehe auch die Gründe, aber dass man da von Seiten von GW so eine Geheimnistuerei darum macht ist wirklich nicht im Sinne der Fangemeinde und zeigt mehr als deutlich, dass man sich mit dieser auch nicht beschäftigen will. Von wegen, Fanvideos seinen generell verboten. Wieviele Fanvideos gibt es denn von Star Wars und Star Trek? Selbst im Fernsehen gab es mal eine Ausschreibung, den besten Star Wars Fanfilm einzusenden, der dann auch prämiert wurde. Also alles sehr hanebüchen…
    Die negativen Meldungen, auch außerhalb von Damnatus häufen sich nun seit der Zeit, die mir immer mehr das Gefühl geben, GW will mit dem Kunden nur in Hinsicht des Geldbeutels zu tun haben, sonst aber nichts. Die Reportage hier war nur ein weiterer Weg, der mich nun endgültig weg vom Start in das Tabletopspiel unter der Marke Games Workshop gebracht hat. Zum Glück sind sie da keine Monopolisten und so lange ich noch weiter meine Bücher bekomme (wie wir ja nun wissen, ist Games Workshop nicht gleich Games Workshop😉 ) kann ich mir getrost ein anderes Tabletop für den Einstieg suchen. Ein Auto oder einen Laptop kauft man ja auch nicht bei einer Firma, die keinen anständigen Kundensupport hat.

  12. Scorpio said

    Auf die rechtlichen Fragen möchte ich nicht eingehen, dafür ist mir die Juristerei zu heikel. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass es solch eine Klausel wie GW sie anführt gibt…

    Die Regeln von Warhammer und Warhammer 40k sind meiner Meinung nach auch nicht sondernlich gelungen. Vielmehr würde ich an deiner Stelle, je nach Vorliebe, mal nach Flames of War (WW2), Warmachine & Hordes (schnelle, brutale Skirmish-Schlachten in Fantasy) oder Infinity bzw. Urban War (Sci-Fi Skirmish) schauen. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr zu einigen dieser Spiele auch Videos machen können!

  13. Stormcloud said

    Au ja, das klingt spannend!
    Danke für die Tipps, werde ich mal reinschauen!!

  14. kamillo21 said

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  15. Christoph said

    „Was es geben wird, ist mehr vom selben.“ Lol das er sich wagt, das in die Kamera zu sagen. Unglaublich. Es geht wirklich nur ums abschröpfen der Kunden. LEtztes Jahr hatten die nen Umsatz von 120 Mio. Pfund (!) und dabei mehr als 10 Mio operativen Gewinn erzielt. Ich kenne wenige Firmen, die es mit solchem Gebaren derart viel Geld den Leuten aus der Tasche lockt.

    Was war das für ne Frage bei 1:00 mit for the might Miniaturen oder was auch immer… Bin da nicht wirklich so up to date. PS: hat jmd ne Empfehlung von anderen guten tauglichen Miniaturherstellern? Will mein letztes Zombiregiment, dass ich noch habe endlich in meine Armee integrieren und will das deutlich umbauen mit anderen Figuren. Wollte da aber nur ungern GW Modelle nutzen.

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